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Von Wiesen und Bauern...

Habt ihr schon einmal im Frühsommer (Mai/Juni) euren Urlaub in Filzmoos verbracht? Dabei sind euch sicher unsere Wiesen aufgefallen, welche eine beeindruckende Farbpracht & Vielfalt bieten.

Diese Wiesen werden bei uns nur zweimal im Jahr gemäht und auch nur einmal im Jahr gedüngt. Dabei wird hauptsächlich Festmist verwendet, welcher im Gegensatz zum Flüssingdünger (Gülle), die Nährstoffe nur sehr langsam an die Pflanze abgibt. Dies ist mit ein Grund, warum die Artenvielfalt bei uns bestehen bleibt, denn bei zu starker Düngung mit Gülle verwandeln sich diese bunten Blumenwiesen in ein- bis zweifärbige artenarme Bestände.

Absolute Vielfalt - man muss nur genau hinschauen
Stetige Begleiter sind zahlreiche Blumen, wie die Violette Wiesenflockenblume, die Große Sterndolde, die Margerite, die Gewöhnliche Schafgarbe und der Gelbe Wiesenbocksbart, dessen Blüten mit dem milchigen Saft gegessen werden können. Auf solchen sonnigen Wiesen können sich über 1000 Insektenarten tummeln. Allein das Zirpen und Summen von Heuschrecken, Bienen und Hummeln an sonnigen Sommertagen verrät, dass in diesen Wiesen unzählige Kleintiere leben. Ebenso tummeln sich zahlreiche Schmetterlinge darin. Viele Schmetterlinge (bzw. deren Larven) fressen nur eine Pflanzenart als Futterpflanze. Verschwindet diese Pflanze, stirbt auch die Schmetterlingsart aus. Der Zeitpunkt der Mahd welche, wie oben schon erwähnt, zwei mal im Jahr durchgeführt wird ist also ein wichtiger Faktor. Mit einem späteren Schnittzeitpunkt kann die ungestörte Entwicklung der Pflanzenvielfalt gewährleistet werden, da das Aussamen der Blumen und Gräser ermöglicht wird.

Romantisch durch die Wiese geschlendert? Keine Gute Idee!
Was bei den Bauern nicht gerne gesehen wird, ist wenn man durch die Wiesen läuft. Dies hat vor allem den Grund, dass die Pflanzen knicken und somit nicht mehr durch die Wurzel versorgt werden können. Mit der Zeit fängt dieses eingetretene Gras zu faulen an und die Qualität des Futters sinkt. Ebenso wird das mähen der Wiesen erschwert, da die verwendeten Mähwerke das geknickte Gras nicht mehr schneiden können und händisch nachgearbeitet werden muss. Für einen Nebenerwerbsbauer, welcher den Bauernhof in seiner Freizeit betreuen muss, ist das dann ein unnötiger Zeitwaufwand.

Ist der Hund ein guter Dünger?
Sehr problematisch ist auch Hundekot, vor allem wenn der Bauer kurz vor der Heuernte steht. Verunreinigtes Heu verweigern die Tiere nämlich und somit wird dieses unbrauchbar. Im schlimmsten Fall reicht das geerntete Heu dann für die Wintermonate nicht aus und der Landwirt muss Heu zukaufen. Ein weiteres Problem ist auch ein Erreger, welcher durch den Hund übertragen werden kann. "Neospora caninum" kann bei Rindern Totgeburten verursachen. Hundekot ist also keinesfalls ein guter Dünger.

Der Bauer ist Landschaftsgärtner
Wie man sieht, haben unsere Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer Höfe eine hohe Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Unsere kleinstruktuierten Landwirte haben im "Tagesgeschäft" meist eine andere Berufung. Die Tätigkeiten am Bauernhof werden sozusagen in der Freizeit gemacht. Umso wichtiger ist es, dass die Bauern die Unterstützung und Verständnis von Bevölkerung und Urlaubern erhalten. Nur so kann unsere Landschaft in diesem wunderschönen Zustand erhalten werden, der derzeit gegeben ist.
Blühende Feder rund um unser Hotel
Wunderschöne Berglandschaft und saftige Wiesen
Wiesen rund um das Hotel

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