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Das Salzburger Gipfelspiel Nr. 6 – Der Poet am Saukarfunktel

Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Sommer die Möglichkeit habe, das „Salzburger Gipfelspiel“ zu machen. Dadurch habe ich viele neue Orte entdeckt, die wirklich sehenswert sind. Dazu gehört auch der Saukarfunktel in Flachau. Ich habe zuvor tatsächlich noch nie davon gehört, bin aber überglücklich, dass ich diesen Berg begehen durfte. Von den insgesamt 7 Gipfeln ist dies mein vorletzter Berg – aber in meinem persönlichen Ranking findet er sich unter den Top 3 Plätzen.

Warum?
Das erzähle ich euch!

Die Tour starteten wir mit einer gemütlichen Liftfahrt. Direkt vom Ortszentrum Flachau haben uns die beiden Sessellifte „Starjet 1 & 2“ auf 1.750 Meter gebracht. Diese erreicht man mit dem Auto in weniger als 20 Minuten. Schon die Liftfahrt war etwas Besonderes – durch den nassen, kalten Nebel, vorbei an der Herrmann-Maier-Weltcupstrecke. Ist schon ein komisches Gefühl, wenn man statt dutzenden Skifahrern die den Hang hinunter flitzen, nur ein paar Kühe sieht, die den ganzen Tag grasen.

Von der Bergstation der Starjet 2 führt ein Forstweg hinauf zur Bergstation der „Flying Mozart“. Dort kann man schon das erste von insgesamt 3 Gipfelkreuze abhaken. Doch dies wäre zu einfach – deshalb verließen wir den Forstweg und folgten dem schmaleren und doch etwas steileren Wanderpfad zum zweiten Gipfelkreuz am Grießenkareck. Erst dort entdeckt man den dahinter liegenden Saukarfunktel.

Vom Grießenkareck waren es noch weitere 45 Minuten zu unserem dritten und letzten Gipfelkreuz – dem Saukarfunktel. Der Gipfel hat die Form einer kleinen Pyramide und besteht aus mächtigen Felsblöcken, die von Flechten überzogen sind. Diese wird man aber erst bei näherer Betrachtung entdecken. Seinen Namen verdankt der Saukarfunktel aber genau diesen Felsen: Bei Gewittern kommt es hier häufig zu Blitzeinschlägen und diese führen wiederum dazu, dass die Steine weithin sichtbar Funken sprühen.

Eingebettet zwischen den Felsen befindet sich kurz vor dem Gipfel ein kleiner Bergteich. Die perfekte Fotokulisse wie ich finde. Man könnte fast meinen, dies sei von Menschenhand geschaffen worden. Doch das haben wir glücklicherweise allein der Natur zu verdanken.

Nach insgesamt 1,5 Stunden Fußweg waren wir schon gespannt, was das Ritual für uns bereithält. Allerdings war unsere Enttäuschung groß, da sich leider kein Gipfelbuch im Kästchen befand.
Dennoch kann ich euch sagen was der Saukarfunktel uns lehren will: Tu das, wozu du auf der Erde bist. Finde deine Berufung! Leben deine Talente! Eine schöne Botschaft, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte.

Nach einer kurzen Rast und einer kleinen Jause, wanderten wir denselben Weg wieder zurück und schlossen den Wandertag wieder mit einer gemütlich Liftfahrt ins Tal ab.

Solltet Ihr euren nächsten Urlaub im Salzburger Land – oder noch besser – im Neubergerhof verbringen, kann ich euch eine Wanderung auf den Saukarfunktel nur empfehlen!


Liebe Grüße,
Anna

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